{"id":1938,"date":"2025-01-16T18:23:26","date_gmt":"2025-01-16T17:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/daemoniccoder.de\/?p=1938"},"modified":"2025-02-16T11:46:34","modified_gmt":"2025-02-16T10:46:34","slug":"wo-sind-die-itler-hin-zu-chatgpt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/daemoniccoder.de\/?p=1938","title":{"rendered":"Wo sind die ITler hin? Zu ChatGPT??"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Aus Gr\u00fcnden&#8220;(tm) besch\u00e4ftige ich mich gerade mit dem IT Stellenmarkt&#8230; War es vor ein paar Jahren noch ziemlich problemlos m\u00f6glich, im Bereich IT, Transformation und Agilit\u00e4t offene Stellen zu finden, so ist dies derzeit etwas schwieriger. Und immer wieder liest man von Unternehmen, die gro\u00dfe Mengen an Stellen abbauen.<\/p>\n<p>Die aktuelle Welle an Stellenstreichungen im IT-Bereich wird oft mit einem einfachen Argument begr\u00fcndet: K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcbernimmt Aufgaben, also braucht es weniger IT-Fachkr\u00e4fte. Klatr, warum irgendwelche Junior-Entwickler, wenn Chat GPT das doch auch gut kann, das Entwickeln. Klingt logisch \u2013 ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn wer mehr IT in einem Unternehmen will, braucht in der Regel auch mehr IT-Expertise, nicht weniger.Von ChatGPT ausgespuckter Code ist oft nicht fehlerfrei und insbesondere nicht automatisch in der IT-Landschaft deployed.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist es jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass viele Unternehmen in den letzten Jahrzehnten massive Overhead-Strukturen aufgebaut haben, die nun auf den Pr\u00fcfstand kommen.<\/p>\n<h3>AI ersetzt IT? Nicht so schnell.<\/h3>\n<p>Die Vorstellung, dass AI-gest\u00fctzte Tools die Entwickler, Systemadministratoren oder Architekten ersetzen, ist verlockend \u2013 aber kurzsichtig. Automatisierung kann Prozesse effizienter machen, aber sie schafft auch neue Herausforderungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Mehr IT bedeutet mehr Komplexit\u00e4t:<\/strong> Systeme m\u00fcssen integriert, gewartet und angepasst werden. Automatisierung nimmt Routineaufgaben ab, aber jemand muss die Werkzeuge implementieren und weiterentwickeln.<\/li>\n<li><strong>AI produziert keinen Wert von selbst:<\/strong> Code, den AI generiert, muss \u00fcberpr\u00fcft, getestet und gewartet werden. Und je mehr Unternehmen sich auf generative AI verlassen, desto wichtiger wird die menschliche Expertise, um Fehlentscheidungen oder ineffiziente L\u00f6sungen zu vermeiden.<\/li>\n<li><strong>Neue Technologien bringen neue Sicherheitsrisiken:<\/strong> Mit der steigenden Automatisierung w\u00e4chst auch die Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr Cyberangriffe. Unternehmen, die IT automatisieren, m\u00fcssen gleichzeitig in Sicherheit und Governance investieren. Und wie wohl man sich mit dem Datenschutz f\u00fchlt, davon m\u00f6chte ich gar nicht erst anfangen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Das eigentliche Problem: Overhead und \u201eBullshit Jobs\u201c<\/h3>\n<p>Trotzdem ist es nicht falsch, dass viele Unternehmen aktuell aufgebl\u00e4hte Strukturen abbauen. David Graeber beschreibt in seinem Buch <em>Bullshit Jobs<\/em>, wie viele Organisationen im Laufe der Zeit Stellen schaffen, die wenig bis gar keinen direkten Wert erzeugen \u2013 oft im Bereich Management, Controlling oder interner Prozesse.<\/p>\n<p>IT-Teams sind oft von solchen Strukturen betroffen. Je gr\u00f6\u00dfer ein Unternehmen wird, desto mehr Layer an Projektmanagement, Koordination und Verwaltung entstehen. Pl\u00f6tzlich gibt es mehr Meetings als Codezeilen, und Entwickler verbringen mehr Zeit mit Excel-Reports als mit der eigentlichen Softwareentwicklung. Ich selbst habe in den letzten Jahren sicher mehr Powerpoint-Folien erstellt als &#8222;echte&#8220; Architekturen. Dass Unternehmen diese Strukturen nun in Frage stellen, ist nicht falsch, streng genommen sogar zu sp\u00e4t.<\/p>\n<h3>Der richtige Fokus: IT als Werttreiber, nicht als Kostenfaktor<\/h3>\n<p>Anstatt einfach nur IT-Stellen zu streichen, sollten Unternehmen sich fragen: Wie kann IT zum Wachstum beitragen? Der Fokus sollte nicht auf der Reduktion von IT-Mitarbeitern liegen, sondern auf der Beseitigung von b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, die die Arbeit der IT-Teams ineffizient machen.<\/p>\n<p><strong>Effiziente IT bedeutet:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Reduktion unn\u00f6tiger administrativer Aufgaben<\/li>\n<li>Klare Fokussierung auf wertstiftende Arbeit<\/li>\n<li>Sinnvolle Nutzung von AI als Unterst\u00fctzung, nicht als Ersatz<\/li>\n<\/ul>\n<p>IT ist heute das R\u00fcckgrat fast aller Gesch\u00e4ftsmodelle. Wer hier vorschnell den Rotstift ansetzt, k\u00f6nnte langfristig eine Schw\u00e4chung des Unternehmens riskieren \u2013 und genau das Gegenteil von dem erreichen, was man eigentlich will: Effizienz.<\/p>\n\n<div style=\"font-size: 0px; height: 0px; line-height: 0px; margin: 0; padding: 0; clear: both;\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Aus Gr\u00fcnden&#8220;(tm) besch\u00e4ftige ich mich gerade mit dem IT Stellenmarkt&#8230; War es vor ein paar Jahren noch ziemlich problemlos m\u00f6glich, im Bereich IT, Transformation und Agilit\u00e4t offene Stellen zu finden, so ist dies derzeit etwas schwieriger. Und immer wieder liest man von Unternehmen, die gro\u00dfe Mengen an Stellen abbauen. Die aktuelle Welle an Stellenstreichungen im IT-Bereich wird oft mit einem einfachen Argument begr\u00fcndet: K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcbernimmt Aufgaben, also braucht es weniger IT-Fachkr\u00e4fte. 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