{"id":400,"date":"2019-08-07T13:59:00","date_gmt":"2019-08-07T12:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/daemoniccoder.de\/?p=400"},"modified":"2022-03-03T17:33:15","modified_gmt":"2022-03-03T16:33:15","slug":"riesige-risiken-und-erwartungen-des-managements","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/daemoniccoder.de\/?p=400","title":{"rendered":"Riesige Risiken und Erwartungen des Managements"},"content":{"rendered":"<p>Risikomanagement &#8212; einer der zentralen Prozesse (nicht nur) im Projektmanagement, eigentlich in jedem (nicht nur) wirtschaftlichen Handeln. Eigentlich sollt man daher meinen, dass Risikomanagement sehr verstanden sein sollte. Leider beobachte ich oft, dass das nur eingeschr\u00e4nkt der Fall ist, sp\u00e4testens, wenn vom Management die Aufforderung kommt, man solle &#8222;Risiken aktiv managen&#8220;, so stolpere ich mental oft und frage mich, ob hier alle Beteiligten das gleiche Verst\u00e4ndnis haben.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier nicht zu sehr auf das &#8222;normale&#8220; Risikomanagement mit Sammeln, bewerten und \u00dcberwachen der Risiken eingehen, denn das kann ganz leicht in geduldigen Excel-Listen oder Tools gemacht werden (und an anderer Stelle nachgelesen werden), ohne dass man sich wirklich \u00fcber die Implikationen und Erwartungen einig wird. Meine These: Wenn &#8222;Manager&#8220; sagen, man solle Risiken aktiv Managen, so scheinen sie oft zu meinen &#8222;Sorgt daf\u00fcr, dass die Risiken gar nicht eintreten.&#8220; Der Unterton: Wir sind uns der Risiken bewusst und akzeptieren diese, liebe Mitarbeiter, aber sorgt daf\u00fcr, dass nichts schief geht.<\/p>\n<p>Mal einen Schritt zur\u00fcck, wie kann man mit Risiken umgehen? Spontan fallen mir folgende M\u00f6glichkeiten ein:<\/p>\n<ol>\n<li>Risiko akzeptieren<\/li>\n<li>Risiko mitigieren (also abtreten, bspw. durch eine Versicherung)<\/li>\n<li>Eintrittswahrscheinlichkeit senken<\/li>\n<li>Erwarteten Schaden senken<\/li>\n<\/ol>\n<p>&#8222;Risiken aktiv managen&#8220; im Management-Sprech ist also oft M\u00f6glichkeit 3, dabei sogar oft ein Extremfall davon, n\u00e4mlich das Reduzieren der Eintrittswahrscheinlichkeit auf 0. Oft hie\u00dfe das aber, ein Projekt oder ein Vorhaben <em>gar nicht erst durchzuf\u00fchren<\/em>. Andererseits m\u00f6chte das Management ja, dass die gewinnbringenden Projekte durchgef\u00fchrt werden, am besten, ohne Zusatzkosten. Das w\u00e4re mit Option 1 m\u00f6glich. Daher der widerspr\u00fcchliche Wunsch, das Risiko zu akzeptieren und gleichzeitig aktiv managen. In der Realit\u00e4t werden Risiken akzeptiert, wenn der Schaden eintritt will es aber niemand gewesen sein.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist in einem agilen Vorgehen wie Scrum meiner Meinung nach bereits eine ganze Menge Risikomanagement fest eingebaut &#8211; vielleicht ist dies sogar der zentrale Vorteil, den Scrum gegen\u00fcber einem klassischen Projektvorgehen hat.<\/p>\n\n<div style=\"font-size: 0px; height: 0px; line-height: 0px; margin: 0; padding: 0; clear: both;\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Risikomanagement &#8212; einer der zentralen Prozesse (nicht nur) im Projektmanagement, eigentlich in jedem (nicht nur) wirtschaftlichen Handeln. 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