{"id":6,"date":"2018-06-02T16:01:16","date_gmt":"2018-06-02T16:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/daemoniccoder.de\/?p=6"},"modified":"2019-01-10T18:35:06","modified_gmt":"2019-01-10T18:35:06","slug":"product-owner-on-site-customer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/daemoniccoder.de\/?p=6","title":{"rendered":"Product Owner = On-Site Customer?"},"content":{"rendered":"<p>Bei einem IT-Dienstleister, der Softwareprojekte f\u00fcr Kunden durchf\u00fchrt, h\u00f6re ich immerwieder den Satz im Rahmen von Scrum-Projekten: &#8222;Der ProductOwner muss vom Kunden kommen.&#8220; Auch wenn dies teilweise richtg sein mag, so verwehre ich mich gegen die starke Pauschalit\u00e4t dieser Aussage.<\/p>\n<p>Der ProductOwner ist daf\u00fcr verantwortlich, <i>was<\/i> gebaut wird. Er bestimmt die Fachlichkeit der Anwendung und priorisiert, welche Anforderungen wichtig sein. Er hilft bei Kl\u00e4rung fachlicher Fragen. Vieles davon ist sicherlich bei einem PO, der vom Kunden der Software kommt, gut aufgehoben. Insbesondere die fachlichen Fragen sind oft so speziell, dass ein PO von Kundenseite hier eindeutig Vorteile bietet.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch Gegenbeispiele; Microsoft Word beispielsweise, hier w\u00e4re ein PO, der von einem bestimmten Verlag kommt, eine PO, die Autorin eines Buches w\u00e4re, ein PO aus einem Sekretariat oder eine PO aus einem \u00dcbersetzungsb\u00fcro keine gute Idee. Denn dann w\u00fcrde die Software vielleicht genau f\u00fcr <i>diese<\/i> Person oder eventuell sogar f\u00fcr <i>diesen<\/i> Anwendungsfall geeignet sein, das Produkt w\u00fcrde aber sicherlich nicht in <i>allen<\/i> diesen Bereichen eingesetzt werden. Hier sind die Nutzer &#8222;nur&#8220; Stakeholder der Software, ein ProductOwner muss die Interessen der Nutzer gegeneinander abw\u00e4gen und teilweise auch hinten anstellen.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach sollte es nicht unbedingt der Default sein, dass &#8222;der PO von Kundenseite kommen muss&#8220;. Scrum nennt auch explizit diese Rolle ProductOwner, nicht &#8222;On-Site Customer&#8220;, wie er in eXtreme Programming existiert!<\/p>\n<p>Um erfolgreich zu sein, so der Scrum Guide, m\u00fcssen die Entscheidungen des PO in der Organisation respektiert werden. Hier kann auch ein Knackpunkt liegen, wenn der PO von Kundenseite kommt. Denn eine kundenseitige PO ist beispielsweise Governance-Vorgaben nicht unterworfen, die f\u00fcr einen Betrieb der Software n\u00f6tig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Keine L\u00f6sung ist es zumindest, einen &#8222;internen PO&#8220; und einen &#8222;externen PO&#8220; nebeineinander zu stellen!<\/p>\n\n<div style=\"font-size: 0px; height: 0px; line-height: 0px; margin: 0; padding: 0; clear: both;\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem IT-Dienstleister, der Softwareprojekte f\u00fcr Kunden durchf\u00fchrt, h\u00f6re ich immerwieder den Satz im Rahmen von Scrum-Projekten: &#8222;Der ProductOwner muss vom Kunden kommen.&#8220; Auch wenn dies teilweise richtg sein mag, so verwehre ich mich gegen die starke Pauschalit\u00e4t dieser Aussage. Der ProductOwner ist daf\u00fcr verantwortlich, was gebaut wird. Er bestimmt die Fachlichkeit der Anwendung und priorisiert, welche Anforderungen wichtig sein. Er hilft bei Kl\u00e4rung fachlicher Fragen. 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